Die schnellste Art, ein Portfolio zu bauen, ist ein Baukasten. Template auswählen, Texte einsetzen, fertig. Ich habe mich dagegen entschieden - nicht aus Prinzip, sondern weil die Seite selbst das erste Projekt ist, das ich zeigen will.
Der Baukasten löst das falsche Problem
Ein Baukasten nimmt mir genau die Entscheidungen ab, um die es hier eigentlich geht: Wie strukturiere ich Inhalte? Wo endet eine Startseite und wo fängt eine Detailseite an? Wann lohnt sich eine Abstraktion und wann ist sie nur Ballast? Das sind keine Design-Fragen, das sind Engineering-Fragen - und die Antworten sind der eigentliche Inhalt dieses Ports.
Also steht hinter der Seite dieselbe Disziplin, die ich in echten Projekten anlege:
- Ein Onepager als Einstieg, der in 60 Sekunden das Wichtigste zeigt.
- Eigene Seiten erst dann, wenn ein Inhalt aus dem Teaser herauswächst - nicht auf Vorrat.
- Design-Tokens statt verstreuter Farbwerte, damit eine Änderung an einer Stelle überall greift.
Code wird öfter gelesen als geschrieben. Also schreibe ich ihn für die Person, die ihn in sechs Monaten anfasst - meistens ich selbst.
Warum überhaupt ein Blog?
Dieser Blog ist der ehrlichste Teil davon. Projektseiten zeigen das Ergebnis; hier ist Platz für den Weg dahin - die Entscheidung, die sich als falsch herausgestellt hat, die Bibliothek, die ich wieder rausgeworfen habe, der Trick, der mir eine Stunde gespart hat.
Technisch ist ein Beitrag einfach eine .mdx-Datei mit ein paar Zeilen
Frontmatter. Titel, Datum, eine Zusammenfassung - der Rest ist Prosa. Kein CMS,
keine Datenbank, nichts, was ich pflegen muss, außer dem Text selbst:
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title: "..."
date: 2026-07-06
summary: "..."
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Die Seite liest diese Dateien beim Build, sortiert sie nach Datum und baut daraus die Übersicht, die Detailseiten, die Sitemap und den RSS-Feed. Eine Quelle, kein Duplikat.
Was als Nächstes kommt
Ich verspreche keine feste Frequenz. Ich schreibe, wenn ich etwas gebaut habe, das eine Erklärung wert ist - und lasse es sonst. Ein leerer Blog mit wöchentlichem Pflichtprogramm hilft niemandem; ein paar ehrliche Notizen zu echten Problemen vielleicht schon.
Wenn du also über einen Beitrag stolperst: Der ist entstanden, weil mich das Thema tatsächlich beschäftigt hat. Das ist die einzige Redaktionsregel hier.