DevBlueprint ist ein wiederverwendbares Engineering-Setup für neue Projekte, extrahiert aus einem echten Produktiv-Codebase und stack-agnostisch gemacht. Ein Befehl scaffoldet Git-Workflow, Quality Gate, Code-Konventionen und KI-Assistenten-Leitplanken in ein Zielverzeichnis. Dokumentations-first: die Ausgabe sind reine Dateien, die man besitzt und editiert - kein Runtime, kein Lock-in. Man kann DevBlueprint danach löschen, und nichts bricht.
ProblemJedes neue Projekt startet ohne Prozess: Git-Workflow, Quality Gate, Konventionen und KI-Leitplanken werden jedes Mal neu erfunden oder ganz weggelassen - gerade im Solo-Betrieb. Mit mehreren parallelen KI-Sessions kommt ein zweites Problem dazu: die Chats wechseln sich gegenseitig den Branch weg. Fertige Frameworks und Template-Repos lösen das nur um den Preis dauerhafter Bindung.
RolleAlles - die Idee, die Extraktion des Prozesses aus einem echten Produktiv-Codebase, die stack-agnostische Kern-Doku, die Bash-CLI, die neun Stack-Varianten, das Bats-Test-Setup und die Agent-Integration (CLAUDE.md, --json, Setup-Skill).
Die LösungDevBlueprint trennt einen stack-agnostischen Kern von dünnen Stack-Overlays. core/ hält die Quelle der Wahrheit - Git-Workflow, Engineering-Standards, Konventionen, Quality-and-Testing und die CLAUDE.md-Templates. Neun Varianten fügen nur das Stack-Spezifische hinzu: die konkreten Gate-Befehle, einen CI-Workflow, .gitignore und die Worktree-Konfiguration. Eine Bash-CLI scaffoldet, prüft und aktualisiert das Setup.
- Zwei langlebige Branches (develop -> master) und ein Worktree pro Task über ein einziges wt-Skript - mehrere KI-Sessions arbeiten parallel, ohne sich je den Branch zu wechseln.
- Ein Quality Gate aus lint, typecheck, test und build, an den Stack verdrahtet und lokal (Pre-commit) wie in CI (GitHub Actions) erzwungen.
- Neun Stack-Varianten - von web-nextjs und ios-swift über backend-go und rust bis zum generischen Makefile-Gate - jede mit passendem Gate, CI und setup.sh.
- Overwrite-sicheres init fügt den Workflow auch einem bestehenden Repo hinzu, ohne Code zu überschreiben; update zieht spätere Kern-Verbesserungen nach, ohne CLAUDE.md, CI oder Code anzufassen.
- Von einem Agenten bedienbar: --json-Ausgabe, eine intake.yml plus plan (== init --dry-run) und ein /devblueprint-setup-Skill, der interviewt, plant und erst nach Bestätigung scaffoldet.
Features- Zwei-Branch-Workflow mit Worktree pro Taskfertig
- Quality Gate lokal (Pre-commit) und in CIfertig
- Neun Stack-Variantenfertig
- CLI: list, init, plan, update, doctor, detect, versionfertig
- Overwrite-sicheres init für bestehende Reposfertig
- update re-synct nur die Kern-Dateienfertig
- detect erkennt den Stack per Fingerprintfertig
- Intake-Datei + plan (Dry-Run-Vorschau)fertig
- Maschinenlesbare --json-Ausgabefertig
- Agent-Setup-Skill (/devblueprint-setup)fertig
- doctor --strict und --run-gatefertig
- Optionale Community-Health-Dateien (--community)fertig
Architekturcore/ ist die stack-agnostische Quelle der Wahrheit und wird in jedes Projekt kopiert; variants/ overlayen nur das Stack-Spezifische. Die Ausgabe sind reine Dateien im Zielprojekt - es gibt keinen Runtime und keine Abhängigkeit auf DevBlueprint selbst.
- core/ hält den agnostischen Kern (Git-Workflow, Standards, Konventionen, Quality-and-Testing, CLAUDE.md-Templates); eine Variante fügt nur Gate-Befehle, CI, .gitignore und wt.conf hinzu.
- init ist overwrite-sicher - es überschreibt ohne --force keine bestehende Datei, lässt sich also auf ein bestehendes Repo anwenden.
- update re-synct gezielt nur die core-owned Dateien und fasst CLAUDE.md, wt.conf, CI und Code nie an - Kern-Verbesserungen erreichen alte Projekte, ohne ihre Anpassungen zu zerstören.
- plan ist exakt init --dry-run - dieselbe Code-Bahn mit kurzgeschlossenen Schreibzugriffen, sodass die Vorschau nie von der echten Ausgabe abweichen kann.
- Jede Ausgabe ist eine reine Datei, die das Zielprojekt besitzt - kein Framework, keine Bindung; DevBlueprint kann danach gelöscht werden.
HerausforderungenWiederverwendbarkeit ohne Lock-in
ProblemEin geteiltes Setup als Framework oder Template-Repo bindet jedes Projekt dauerhaft an sich - Updates werden zur Abhängigkeit, Abweichungen zum Kampf gegen das Werkzeug.
LösungDokumentations-first: die Ausgabe sind reine Dateien, die das Projekt besitzt und frei editiert. Es gibt keinen Runtime; nach dem Scaffolding kann DevBlueprint gelöscht werden, ohne dass etwas bricht.
Parallele KI-Sessions ohne Branch-Kollision
ProblemMehrere Assistenten-Chats an einem Repo wechseln sich gegenseitig den Branch weg - Arbeit landet auf dem falschen Stand oder geht verloren.
LösungEin Worktree pro Task über ein einziges wt-Skript: jede Aufgabe bekommt ihr eigenes Verzeichnis mit eigenem Branch (von develop), der Haupt-Klon bleibt auf master. Sessions kollidieren nicht mehr.
Ein Workflow, viele Stacks
ProblemDer Prozess soll überall gleich sein, aber die konkreten Quality-Gate-Befehle, CI und Ignorierregeln unterscheiden sich je nach Stack fundamental.
Lösungcore/ hält den agnostischen Kern, variants/ overlayen nur das Stack-Spezifische. Eine neue Variante entsteht, indem man einen Ordner kopiert und Gate, wt.conf und CI anpasst - sie taucht danach automatisch in devblueprint list auf.
Von einem Agenten bedienbar
ProblemEine Text-CLI ist für Menschen gebaut; ein Agent muss den Zustand zuverlässig parsen und vor jedem Schreibzugriff bestätigen können.
Lösunglist, doctor und version liefern --json (doctor exitet weiterhin bei Fehlern non-zero), eine intake.yml plus plan (== init --dry-run) zeigt exakt die geplante Ausgabe, und ein /devblueprint-setup-Skill interviewt, schreibt die Intake-Datei und scaffoldet erst nach Bestätigung.
Verlauf- Mai 2026
Fundament
Begonnen als Agenten-Projekt-Kit mit CLI-Gerüst, erster Doku und CI. Fünf Commits legen die Basis, bevor das Konzept überarbeitet wird.
- 7. Juli 2026
Neuausrichtung & Ausbau
In einem konzentrierten Arbeitstag zum dokumentations-first Engineering-Kit umgebaut: Kern-Doku, der Worktree-basierte Workflow, neun Stack-Varianten, die CLI-Befehle (detect, --json, intake + plan, update), die Bats-Test-Suite und der Agent-Setup-Skill. 112 der 117 Commits fallen auf diesen Tag - inklusive Dogfooding des Setups auf dem eigenen Repo.
Was ich gelernt habe- Ein wiederverwendbares Setup darf kein Framework sein: dokumentations-first, reine Dateien und kein Runtime schlagen jedes Template-Repo, weil das Projekt Eigentümer bleibt und nichts an DevBlueprint gebunden ist.
- Der Worktree-pro-Task-Ansatz ist der Punkt, an dem parallele KI-Sessions aufhören, sich gegenseitig den Branch wegzuziehen - ein einziges wt-Skript trägt den ganzen Workflow.
- Einen gemeinsamen Kern von dünnen Stack-Overlays zu trennen (core/ vs. variants/) hält neun Stacks wartbar: den Prozess ändert man an einer Stelle, nur das Stack-Spezifische liegt je Variante.
- Damit ein Agent ein Werkzeug bedienen kann, braucht es maschinenlesbaren Zustand (--json) und einen Dry-Run (plan == init --dry-run) - erst dann kann er vor dem Schreiben verlässlich bestätigen.
- Das eigene Setup auf sich selbst anzuwenden (Dogfooding) hat die Lücken am schnellsten gezeigt.